Urner Haute Route 01.04.21

Urner Haute Route

Die Urner Alpen faszinieren durch ihre Wildheit. Eine Ueberquerung der kühnen Felsenriegel hat einen ganz besonderen Reiz. Hans Berger, der Local aus Andermatt, hat uns auf diesen sechs Tagen begleitet. Start in Realp, durch das Witenwassertal auf den Tälligrat mit einer steilen Abfahrt zur Rotondohütte. Am Montag früh bei Sonnenaufgang spuren wir auf den Läckipass. Oben werden die Steigeisen montiert für die Besteigung des Gross Läckihorn. Der erste 3000er wird uns locker geschenkt. Die fantastische Abfahrt über den Muttengletscher macht sprachlos. Dafür ist der Aufstieg auf den Stozig Firsten anstrengend. Für gute Stimmung sorgen Ruth und Benni. Die schönen Sticheleien machen den langen Aufstieg kurzweilig. Potziger Drop direkt in die Nordabfahrt. Dritter schweisstreibender Aufstieg zum Bergrestaurant Tiefenbach. Bei Vollmond gehts am Morgen wieder los Richtung Albert Heim Hütte. Ueber die Winterlücke hinauf mit Portage der Skis auf den Lochberg. Hier treffen wir auf die Engländer-Chickens. Die Frauengruppe werden wir immer wieder antreffen. Auch diese Abfahrt ist grossartig. Die Staumauer hinunter wird der Schnee von der Sonne immer schwerer. Im feinen Bergrestaurant werden wir total verwöhnt. Das Essen, die Zimmer und die beiden Chefinnen sind himmlisch. Morgens um halb sechs besteigen wir das Schneemobil und fräsen zurück auf die Staumauer. Hoch über der Bergseehütte queren wir zum Couloir auf den Schinstock. Das Couli hat heute wunderbare Verhältnisse. Ich weiss, ich wiederhole mich. Aber die Abfahrt hinunter in die Vorabhütte ist wieder brilliant. Am Donnerstag ein weiterer Klassiker. Direkt von der Hütte den Osthang hoch. Bei Mondschein und eisiger Kälte erreichen wir das Couloir zum Punkt 3285. Auf das Sustenhorn ist es dann nicht mehr weit. Zu Zweit trennen wir uns von der Gruppe und schenken uns noch das Gwächtenhorn. Leider hat der andere Teil unserer Gruppe einen schweren Unfall bei der Abfahrt. Fred Hedinger verliert einen Ski im Steilhang und stürzt schwer. Er muss mit dem Heli in den Spital. Die Stimmung im Steingletscher ist nicht so toll.
Wir entscheiden die Tour abuzbrechen. Am Freitag-Morgen gehen wir nochmals hoch auf die Fünffingerstöcke. Ueber das Obertaljoch queren wir auf der Hochebene. Nach 70 Meter Abseilen wieder eine Pulverschneeabfahrt auf den Wendengletscher. Ein paar Höhenmeter hinauf zum Grassenbiwak und dann hinunter durch das Herrenrüti nach Engelberg.
Eine wunderschöne Tour mit fast 9000 Höhenmeter Aufstieg, kniffligen Couloirs und traumhaften Abfahrten.
Teilnehmer: Hans Berger, Kurt Rubtischung, Peter Casillo, Fred Hedinger, Benni Gübeli, Ruth Reichlin (2 Tage) Fredi Rütti

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